Donnerstag, 24. Mai 2018

Aus dem "Preis-Gau" heraus...

Eislöwen mit Billich-Lösung im Sturm!

Schwarzwald-Power für Dresden. Auch das nächste Gerücht bestätigt sich und die Dresdner Eislöwen lotsen mit Christian Billich tatsächlich auch das Freiburger Urgestein an die Elbe. Der flexible Außenstürmer gehört mit 31 Jahren schon zum Inventar der 2. Liga. In 392 Pflichtspielen brachte es der Linksschütze bislang auf beachtliche 121 Tore und 185 Vorlagen, zählte stets zu den besten deutschen Scorern auf der Flügelposition und kann beide Seiten bespielen.

Nach vielen Jahren in seiner Heimat mit zwischenzeitlichen Abstechern nach Heilbronn, Kassel und einem kurzen DEL-Intermezzo in Frankfurt, möchte Chris Billich nun in Dresden noch einmal eine neue Herausforderung suchen und verstärkt ab sofort die Offensive der Blau-Weißen, die mittlerweile fast komplett besetzt ist. Lediglich eine Flügelposition ist noch offen, wobei man sogar noch eine freie Importstelle in der Hinterhand hat. Der Kämpfer mit technischer Finesse gilt als wendiger und schneller Spieler, der stets mit vollem Einsatz und viel Kreativität zu überzeugen weiß.

Nun tummeln sich bereits mehr als ein halbes Dutzend Stürmer mit Scoring-Touch im neuen Eislöwen-Kader und schüren bereits im Mai die Hoffnung auf eine erfolgreichere Saison. Nachdem die Anhänger lange warten mussten, folgt jetzt der Ketchup-Flaschen-Effekt. Mit Heywood, Knackstedt und Billich haben die Eislöwen binnen 48 Stunden richtig dick auffahren lassen. Wir sagen Herzlich Willkommen in Dresden und freuen uns jetzt auf eine hoffentlich reibungslose Lizenzierung.

Mittwoch, 23. Mai 2018

Mehr Freiheit oder mehr Abhängigkeit?

Eislöwen krallen sich Westminster und ein "Jordanisches" Duo!

Unter Volker Schnabel hieß es immer, dass viele kleine Sponsoren besser sind als ein großer. Nun hat man beides. Der Gewinn von Westminster als Hauptsponsor bietet dem Club ein nicht zu verachtendes sechstelliges Plus, jedoch nur dann, wenn man Westminster nicht als Ruhekissen ansieht, sondern weiterhin den vorhandenen Pool pflegt und bestenfalls erweitert. Nur so kann man langfristig von einem Hauptsponsor profitieren und zwingt sich nicht in unnötige Abhängigkeiten.

Mit Westminster hat man einen Sponsor gewonnen, der im Sport sehr aktiv ist und vor allem als Hauptsponsor des DEB Bekanntheit in der Eishockeyszene erlangt hat. Die Affinität zum Nachwuchs kommt auch den Eislöwen zu Gute, da sich Herr Ziburske mit seinem Unternehmen auch als strategischer Partner im Stammverein engagieren wird. Das ein derart finanzstarkes Unternehmen natürlich nicht zum reinen Spaß an der Freude einsteigt, versteht sich von selbst. Der Markt soll genutzt werden, um sich über sportlichen Erfolg und eine gute Infrastruktur noch besser zu vermarkten und über das Sponsoring zu profilieren. Dabei ist es für die Gesellschaft der Eislöwen sicher kein Nachteil, Herrn Ziburske als Anteilseigner gewonnen zu haben, der fortan 15% der Anteile des Stammvereins übernimmt. Keine Mehrheit, aber ein wichtiger Input und aufgrund der Gewinnorientierung sicherlich kein Freifahrtschein für Harakiri.

Das Westminster im kleineren Rahmen auch bei der westsächsischen Konkurrenz verankert ist, macht zuweilen wenig Sorge im Sinne eines womöglichen Interessenkonfliktes. Da die Partnerschaft in Dresden zunächst auf ein Jahr ausgelegt ist, jedoch die Ambition aller beinhaltet, langfristig am Standort zusammenzuwachsen, kann sich schon nach einer erfolgreichen Saison einiges verändern, auch das weitere Sponsoring in Westsachsen. Ziburske gilt mitunter als "Mini-Mateschitz" und wird als ebenso dominant dargestellt, doch wenn man schaut, was der böse Red Bull Konzern im Eishockey an Entwicklungsarbeit leistet, allein schon durch die eigene Akademie, kann ein derart engagiertes Unternehmen eigentlich nicht schaden. Solange sich die Marke Westminster eigenständig produziert und den Dresdner Eislöwen die Freiheit gewährt, die eigene Identität zu entwickeln und zu pflegen, gibt es keinen Grund, vorab negative Horrorszenarien zu zeichnen.

Was ist und zunächst auch bleibt, ist ein junges Team mit einem jungen neuen Gesellschafter und der allumfassenden Frage des vielleicht zu großen Mangels an Erfahrung. In einem Jahr werden wir auch dahingehend schlauer sein und sollten zunächst allen Verantwortlichen die Möglichkeit geben, sich unser Vertrauen zu erarbeiten.

Die einzig wirklich finanziell relevante und vielleicht auch etwas besorgniserregende Frage stellt sich derzeit aber wohl durch die Personalie Franz Steer. Steer besitzt einen Vertrag bis 2019 und dieser wurde bislang weder aufgehoben noch abgefunden. Somit wäre es etatbezogen sicherlich von Vorteil, zeitnah eine Lösung zu finden, um nicht unnütz wichtiges Kapital zu verbrennen. Wir hoffen auf eine effektive Lösung und eine baldige offizielle Meldung im Sinne des Clubs und des ehemaligen Trainers, den man wenig würdevoll vom Hof gejagt hatte.

Zum Sportlichen. Mit dem Jordan-Doppelpack hat man sicherlich auch dank Westminster zwei richtungsweisende Transfers tätigen können, die den Dauerkartenverkauf ankurbeln, die Vorfreude auf die neue Spielzeit stärken und auch eine Ansage an die Konkurrenz bedeuten dürften.

Jordan Knackstedt:

Der Deutsch-Kanadier kann durchaus als DEL2-Transfercoup des bisherigen Sommers bezeichnet werden, da ein derartig vielseitiger Topscorer mit deutschem Pass sonst ziemlich sicher in der DEL landet. Knackstedt hat nicht nur in Crimmitschau sondern auch über Jahre in der AHL seine Qualitäten bewiesen. Ein guter Spieler brauch nur andere gute Spieler um sich herum und er wird funktionieren. Dies sollte in Dresden gegeben sein. Mit Knackstedt, MacLeod, Reed, Davidek und Höller hat man nun bereits 5 potenzielle Top-Scorer im Offensivbereich vorzuweisen. Dresden dürfte also breiter und torgefährlicher aufgestellt sein, als man es in der vergangenen Spielzeit war. Das Knackstedt auf dem Flügel und auf der Mittelstürmer-Position eingesetzt werden kann, macht ihn noch wertvoller und aufgrund seines deutschen Passes ist es sogar denkbar, dass man zunächst darauf verzichten wird, alle Importstellen zu besetzen.

Knackstedt war viertbester Scorer der DEL2, punktete in 4 Spielen gegen die Eislöwen insgesamt 8 mal, zeigte sich treffsicher im Powerplay, robust im Körperspiel, brachte stets Energie auf das Eis und ist rein körperlich eine Erscheinung, die Eindruck hinterlässt. Dass er als eigentlicher Flügelstürmer eine starke Bullyquote aufweist und trotz größerer Qualitäten als Vorbereiter auch über eine hohe Schusseffizienz verfügt, schadet sicher nicht und macht den Angriff deutlich flexibler. Zudem wusste Knackstedt im Gegensatz zu Czarnik auch in den Playoffs zu überzeugen, ist da wenn es zählt und stellt qualitativ eine enorme Verstärkung im Kader dar. Ob dies auch auf die menschliche Komponente zutrifft, bleibt abzuwarten. Mit allein 13 Arbeitgebern in den letzten 7 Jahren ist der Ex-Pirat nicht gerade der Inbegriff eines Spielers, der sich mit einem Standort identifiziert, jedoch kann sich sowas am richtigen Flecken Erde auch schnell ändern. Ein Fragezeichen bleibt so aber zumindest bestehen.

Jordan Heywood:

Mit Jordan Heywood haben die Eislöwen auf dem Papier die fehlende Torgefahr der Verteidiger im letzten Jahr auf einen Schlag getilgt. Heywood ist zwar kein klassischer Blueliner, aber ein spielstarker Offensivverteidiger mit ausgeprägtem Torinstinkt und könnte in die Fußstapfen von Mirko Sacher treten. Der Kanadier war zuletzt Kapitän in Heilbronn und erzielte gleich zwei Game-Winner gegen die Eislöwen, war zudem eine der prägenden Heilbronner Figuren, Dresden in die verfrühte Sommerpause zu schicken. Heywood ist ein Leader, hat sich in der DEL2 bewiesen und ist neben seiner offensiven Qualität auch ein starker Verteidiger. Mit 16 Toren in 59 Spielen war er in der abgelaufenen Spielzeit einer der treffsichersten Verteidiger der DEL2, steuerte insgesamt 40 Scorerpunkte bei und war einer der Hauptgründe, dass Heilbronn nach langer Zeit wieder die Playoffs erreichen konnte. Jordan Heywood besetzt die dritte von vier Importstellen bei den Eislöwen und möglicherweise vorerst auch die letzte. Das Problem des fehlenden klassischen Blueliners wird er nicht lösen, aber das Powerplay und Offensivspiel deutlich verbessern. Ob man noch einen Blueliner verpflichtet, bleibt abzuwarten, da man ähnlich wie mit Kirsch in Heilbronn auch auf einen schussstarken Stürmer zurückgreifen könnte, der diese Position ausfüllen kann.

Mit Knackstedt und Heywood hat man auf jeden Fall ein Statement gesetzt und das soll längst nicht das letzte gewesen sein. Weitere hochkarätige deutsche DEL2-Stürmer sind im Gespräch. Kaliber wie Billich, Stas, Reimer oder Schlager, Sedlmayer und Zientek scheinen dabei wohl am ehesten das Anforderungsprofil zu erfüllen. Ein Driendl wäre wohl utopisch. Wir dürfen dennoch gespannt sein, was noch passieren wird.

Dienstag, 15. Mai 2018

Vierte Reihe wird zum TNT-Express!

Eislöwen schnappen Eisbären eines der größten DNL-Talente weg...

Die vierte Angriffsreihe der Eislöwen könnte bereits feststehen. Tom Knobloch wechselt aus dem Nachwuchs der Eisbären Berlin an die Elbe und wird höchstwahrscheinlich eine Sturmreihe mit Niklas Postel und Timo Walther bilden. Tom + Nik + Timo = TNT.

Mit dem 19-jährigen Tom Knobloch haben sich die Eislöwen ein weiteres deutsches Sturmtalent gesichert und gehen dabei zielstrebig einen neuen Weg der auf Nachwuchs ausgerichteten Zukunft mit jungen, entwicklungsfähigen und -willigen Spielern voller Potenzial.

Ob Tom Knobloch, der sämtliche Positionen im Sturm besetzen kann, auch für die Kooperation mit Erfurt in Frage kommt, bleibt abzuwarten, aber er bringt genug Qualität mit, um direkt in der DEL2 durchzustarten. Der gebürtige Henningsdorfer (bei Berlin) durchlief zwischendurch den Nachwuchs der Jungadler in Mannheim, kehrte später aber in die DNL-Mannschaft der Eisbären und damit auch in seine Heimat zurück, wo er jüngst mit den Eisbären Juniors als einer der absoluten Führungsspieler die Vize-Meisterschaft in der DNL feierte. Er ist flexibel, robust und kann als eine Art Energydrink für seine Reihe bezeichnet werden. Ein junges Power-Paket, welches gut zum Stil von Jochen Molling passen kann, weil ihn Vielseitigkeit, Schnelligkeit und Willensstärke auszeichnen.

Dennoch bleibt abzuwarten, wie schnell sich Spieler wie Postel und Knobloch im Profigeschäft aklimatisieren und etablieren können. Gut ist aber, dass man in Dresden ein klaren Weg beschreitet und bewusst auf junge Talente setzt, auch wenn einige im Umfeld lieber große Kracher verkündet bekommen, die aber immer noch kommen könnten.

Herzlich Willkommen in Dresden.

Sonntag, 13. Mai 2018

Sonntags-Post(el) für die Eislöwen...

Nächster Junioren-Nationalspieler in Dresden!

Nach der Verlängerung von Timo Walther gelingt es den Eislöwen, auch seinen Sturmkollegen aus der U20-Nationalmannschaft über Umwege nach Dresden zu lotsen. Niklas Postel ist 20 Jahre alt und stammt aus dem Nachwuchs des EC Peiting. Bereits mit 15 ging er an die Sportakademie von Red Bull und genoss die angesehene Ausbildung. Postel durchlief sämtliche Nachwuchs-Mannschaften und spielte zuletzt in der Alps Hockey League für die zweite Mannschaft der Salzburger. Beinah die halbe U20 des DEB findet sich dort mittlerweile wieder und Postel wusste in der letzten Spielzeit als Mittelstürmer bereits einige Akzente zu setzen. Zudem durfte er in München bereits Champions Hockey League spielen und ein wenig DEL-Luft schnuppern. Mittels Föli kam er auch zu zwei Einsätzen in der DEL2. Für Vizemeister Riessersee bestritt er unter anderem ein Spiel gegen die Eislöwen und wusste dabei durchaus zu überzeugen.

Der technisch versierte Stürmer bringt alles mit, um den Weg bis in die DEL zu gehen und bekommt nun dank des Leihgeschäfts mit Krefeld in Dresden wie schon seine ehemaligen Salzburger Teamkollegen Körner und Schiemenz vor ihm die Chance, sich erstmals wirklich mit Verantwortung auf Profi-Ebene zu beweisen. Gut möglich, dass er bei den Eislöwen mit Timo Walther ein Sturm-Duo bilden wird, da beide auch schon bei der Junioren-Nationalmannschaft erfolgreich in einer Reihe agiert haben. Sowieso hat der Schongauer vor allem bei WM-Turnieren immer wieder auf sich aufmerksam gemacht, so war er beispielsweise 2016 mit 2 Toren und 6 Assists Topscorer der U18 B-WM und stellte damals bekannte DEL2-Talente und Jahrgangs-Kollegen wie Jahnke, Adam, Kiefersauer oder Busch in den Schatten. Gut möglich also, dass die Eislöwen mit Postel erneut ein gutes Händchen für Talente bewiesen haben, wenngleich die Rechte an Postel bei den Krefeld Pinguinen liegen und der Spieler zunächst nur für eine Saison in Dresden zum Einsatz kommen soll.

Wir sagen Herzlich Willkommen in Dresden.

Montag, 7. Mai 2018

Pro Timo...

Eislöwen setzen weiter auf Junioren-Nationalspieler!

Der Rookie bleibt. Timo Walther absolvierte in der letzten Saison seine erste Spielzeit als Profi und wusste dabei durchaus zu überzeugen. Der 20-jährige Junioren-Nationalspieler brachte viel Tempo, Energie und Arbeitsmoral aufs Eis, erfüllte die an ihn gestellten Erwartungen, steuerte in 46 Pflichtspiel-Einsätzen zudem 8 Scorerpunkte (3 Tore und 5 Vorlagen) bei und bewies als Stürmer auch im Defensivverhalten eine solide Basis. Der U-20 B-WM drückte Walther während der Saison richtiggehend seinen Stempel auf, untermauerte sein Verantwortungsbewusstsein, verpasste aber dennoch mit dem DEB-Team den Aufstieg in die Top-Division.

Der in Thailand geborene Diplomaten-Sohn ist definitiv ein Mann für die Zukunft und könnte bereits in der Gegenwart eine wichtigere Rolle einnehmen als in seiner Premierensaison. Walther ist flexibel auf den Flügelpositionen einsetzbar und wird wohl zunächst für die Besetzung der dritten und/oder vierten Reihe vorgesehen sein. Geht er unter dem neuen Cheftrainer Jochen Molling den nächsten Entwicklungsschritt, könnte er bereits mit 20 Jahren ein verlässlicher Rollenspieler im Eislöwen-System werden und einen ähnlichen Weg wie Sebastian Zauner einschlagen.

Wir freuen uns auch in der neuen Saison auf unsere Nummer 18 im Eislöwentrikot und wünschen eine erfolgreiche und vor allem auch verletzungsfreie Eiszeit.

Donnerstag, 3. Mai 2018

Nummer 5 (b)le(i)bt...

Dresden ist einfach "Zaunerland"!

201 DEL2-Pflichtspiele für Dresden und doch noch ein U-Spieler. Sebastian Zauner ist das Musterbeispiel für die gute Ausbildung und Weiterentwicklung eines Nachwuchsspielers. Auch wenn der Berchtesgadener in der letzten Saison erstmals defensiv ein kleines Minus kassierte, ist er insgesamt einer der konstantesten Verteidiger der Liga, robust im Zweikampf und mit 23 Jahren bereits einer der erfahrenen Cracks in der Liga.

Mit der Weiterverpflichtung machen beide Seiten nichts falsch. Dresden bindet eine Identifikationsfigur an den Standort, behält einen jungen Verteidiger mit viel Potenzial und Zauner kann weiterhin in dem Umfeld spielen, was ihm ermöglicht hat zum gefragten Profi aufzusteigen. Eine Win-Win-Situation, zumal Dresden und Zauner nach höherem streben und nach der ernüchternden letzten Spielzeit in die Erfolgsspur zurückkehren möchten.

Zauner hat in der abgelaufenen Spielzeit vor allem offensiv mehr Verantwortung übernommen, sein Passspiel verbessert, jedoch wie das gesamte Team im defensiven Positionsspiel unsicherer agiert als zuvor. Der Defender, der seine Ausbildung in der renommierten Red Bull Akademie in Salzburg genossen hat, ist einer der ehrgeizigsten und fittesten Akteure im Eislöwen-Kader und noch lange nicht am Zenit seiner Leistungsfähigkeit angekommen. Mit seinen läuferischen Fähigkeiten passt er perfekt zum Molling-Stil und sollte auf dem Eis erneut eine wichtige Rolle einnehmen. Wir wünschen auch für die 5. Saison im Eislöwentrikot viel Erfolg und eine verletzungsfreie Spielzeit.